Vorarlberg

Keyword: Bodenseenase Titel: Bodenseenase vom Aussterben bedroht: Warum fühlt sie sich im Rheintal nicht mehr wohl?

Die geheimnisvolle Welt der bedrohten Bodenseenase

Die Bodenseenase, auch bekannt als Rheintalnase, ist eine bedrohte Fischart. Früher war sie in den Bodensee-Zuflüssen in großer Anzahl anzutreffen. Berufsfischer fingen sie zu Tausenden, um sie zu Katzenfutter zu verarbeiten. Heutzutage sind nur noch etwa 200 Exemplare in der Dornbirner Ach und im Alten Rhein zu finden, was auf einen dramatischen Rückgang der Population hindeutet.

Ein tragisches Ereignis spielte sich 1969 in der Dornbirnerach ab, als kurz vor der Inbetriebnahme einer Großkläranlage alle Abwässer der Stadt in den Fluss geleitet wurden und den gesamten Fischbestand vernichteten. Unter den verendeten Fischen befanden sich hauptsächlich Bodenseenasen, die bis zu diesem Vorfall die Region bevölkerten.

Trotz Verbesserungen in den Gewässern hat sich der Bestand der Bodenseenase nicht wie erhofft erholt. Um den Ursachen auf den Grund zu gehen, wird derzeit ein Monitoring durchgeführt. Ein Problem besteht darin, dass die Fließgewässer an einigen Stellen zu kanalisiert sind, was den Lebensraum der Nasen einschränkt, da sie flache Buchten und Kies zum Laichen benötigen.

In der Schweiz gab es hingegen eine erfreuliche Entwicklung, als über hundert Bodenseenasen beim Laichen beobachtet wurden. Dies stellt die größte Ansammlung und Fortpflanzung dieser Art seit Jahrzehnten dar. Die Bodenseenase ist einzigartig und besonders schützenswert, da sie genetisch von anderen Nasenarten abweicht und aufgrund ihrer Seltenheit gefährdet ist. Mit einer Länge von über 50 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu zwei Kilogramm können Bodenseenasen bis zu 20 Jahre alt werden. Sie sind keine Speisefische aufgrund ihrer vielen Gräten, aber sie erfüllen eine wichtige Funktion in den Flussökosystemen, indem sie Algen von den Flusssteinen raspeln.

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