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Das Elektroinstallationsunternehmen Zanolin aus Rum bei Innsbruck steht am Abgrund: Am Dienstag wurde vor dem Landesgericht Innsbruck der Insolvenzantrag gestellt, der das Schicksal von 22 Mitarbeitern besiegelt. Die Firma sieht sich mit Verbindlichkeiten von 3,7 Millionen Euro konfrontiert, überwiegend gegenüber Banken. Es ist kein Einzelfall, denn die Branche hat in letzter Zeit mehrere Pleiten erlitten, was die Arbeitsplätze in dieser Region in akute Gefahr bringt, wie oe24.at berichtet.
Der Gründer von Zanolin strebt ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung an, um die Möglichkeit zu prüfen, den Betrieb trotz der prekären finanziellen Lage weiterzuführen. Die Gründe für die Insolvenz sind vielfältig. Laut dem Kreditschutzverband von 1870 gibt es Differenzen mit einem Großkunden, der nach Angaben des Unternehmens nicht zahlte und seinerseits Forderungen geltend machte. Zudem führten Projektverzögerungen während der Corona-Pandemie zu erheblichen finanziellen Engpässen. Diese Aspekte zeugen von einem komplexen Geflecht an Problemen, die das Unternehmen in die Insolvenz gezwungen haben, wie auch krone.at berichtet.
Schicksalswende für die Mitarbeiter
Für die betroffenen Mitarbeiter ist die Situation alarmierend. Ihre Zukunft steht in den Sternen, während der Geschäftsführer versucht, Lösungen zu finden. Ein möglicher Einstieg eines Investors könnte die Rettung des Unternehmens sein, doch bis dahin herrscht große Unsicherheit. Die Gläubiger haben bereits die Möglichkeit, ihre Forderungen über den KSV geltend zu machen. Die nächsten Schritte des Insolvenzgerichts werden entscheidend sein, um zu klären, ob die Firma durch ein Sanierungsverfahren eine zweite Chance erhält oder ob es endgültig zu Ende geht.
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