Steiermark

Steiermark wird Teil des weltweit ersten 5-Länder-Biosphärenparks der UNESCO

Nach 15 Jahren Vorarbeit wurde heute die Gründung des weltweit ersten 5-Länder-Biosphärenparks "Mur-Drau-Donau" bestätigt. Die Länder Österreich, Slowenien, Kroatien, Ungarn und Serbien haben gemeinsam das UNESCO-Schutzgebiet ins Leben gerufen. Mit einer Fläche von 930.000 Hektar erstreckt sich der Park über fünf Länder und zählt zu den größten Schutzgebieten weltweit. Die Steiermark beteiligt sich mit ihren Gewässern, Au- und Naturlandschaften entlang der Mur an diesem Projekt. Das Ziel des Parks ist es, ein einzigartiges Gebiet für Natur-Tourismus, Erholung, Sport, kulturellen Austausch, Freizeitgestaltung, Bildung und nachhaltige Regionalentwicklung zu schaffen.

Die Gründung des 5-Länder-Biosphärenparks wird als ein Zeichen für gelebte und aktive Nachbarschaftspolitik gewertet. Es bietet die Möglichkeit, die Zusammenarbeit über Staatsgrenzen hinweg weiter zu stärken. Der Landeshauptmann der Steiermark, Hermann Schützenhöfer, betonte die Bedeutung dieses internationalen Beschlusses und dankte allen Beteiligten, die zu diesem Vorzeigeprojekt beigetragen haben.

Der 5-Länder-Biosphärenpark ist der zweite große Erfolg für die steirische Umwelt- und Naturschutzlandesrätin Ursula Lackner. Im August erhielt das steirische Lassingtal das Zertifikat Wildnisgebiet von der Weltnaturschutzunion IUCN. Die Steiermark setzt sich somit international für den Naturschutz ein und möchte eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen schaffen.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, das Nationale UNESCO-MAB-Komitee und der WWF Österreich waren maßgeblich an der Gründung des 5-Länder-Biosphärenparks beteiligt. Die internationale Beschlussfassung wurde von Bundesministerin Elisabeth Köstinger begrüßt, die die künftige Zusammenarbeit betonte und die natürlichen Ressourcen schützen möchte.

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Der österreichische Anteil des Biosphärenparks wird durch den steirischen "Biosphärenpark Unteres Murtal" repräsentiert. In den letzten Jahren wurden in dieser Region Millionen von Euro investiert, um den Hochwasserschutz und die Auenökologie zu verbessern. Dadurch wurden gute Voraussetzungen für die 5-Länder-Unterschutzstellung geschaffen.

Der Biosphärenpark "Mur-Drau-Donau" erstreckt sich entlang der Flüsse Mur, Drau und Donau und umfasst eine Kernzone von rund 280.000 Hektar, die von einer Übergangszone von rund 650.000 Hektar umgeben ist. Insgesamt leben und arbeiten rund 900.000 Menschen in diesem grenzüberschreitenden Gebiet.

Die Einrichtung dieses einzigartigen Biosphärenparks trägt zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bei und verbessert den Lebensraum für verschiedene Tierarten, darunter Eisvögel, Flussuferläufer, Uferseeschwalben, Schwarzstörche und Seeadler. Auch Biber, Fischotter und der Glattdick, eine fast ausgestorbene Donaustörart, profitieren von dieser grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Die Fluss- und Aulandschaften des Biosphärenparks haben nicht nur eine hohe ökologische Bedeutung, sondern sind auch die Lebensgrundlage für die lokale Bevölkerung. Sie dienen als natürlicher Hochwasserschutz und bieten attraktive Freizeitaktivitäten wie Baden, Angeln und Kanufahren.

Mit der Gründung des 5-Länder-Biosphärenparks setzt die Steiermark ein Zeichen für den Naturschutz und die nachhaltige Entwicklung. Dieses Projekt fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und trägt zur Erreichung der Ziele der UN-Agenda 2030 bei.

Quelle: In einem Artikel von www.kommunikation.steiermark.at zu sehen.

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