Steiermark

Sicherheit und Unterstützung für Obdachlose: Notschlafstellen und Kältetelefon in Graz

In der kalten Jahreszeit ist rasche, wirksame Hilfe für Menschen in Not oft überlebenswichtig. Für Menschen, die kein festes Zuhause haben, kommt die Bedrohung durch die Corona-Situation dazu. Auch sie brauchen die Möglichkeit, sich in einer sicheren, warmen Umgebung aufhalten zu können. Das Land Steiermark, die Stadt Graz, die VinziWerke und die Caritas arbeiten steiermarkweit zusammen, um wichtige Unterstützung und Hilfe sicherzustellen. In Graz ist das gemeinsame Ziel von Hilfsorganisationen und Stadt, dass niemand in der Kälte im Freien übernachten muss. Am Kältetelefon für Graz mit der Nummer 0676 880 15 8111 können Menschen, die jemanden abends im Freien liegend wahrnehmen, anrufen und Hilfe holen. VinziWerke und Caritas bieten in ihren Notschlafstellen 350 Plätze für Menschen ohne Dach über dem Kopf. Ein "Ampelsystem" für die Nothilfe vernetzt die Einrichtungen untereinander und unterstützt die Unterbringung von hilfsbedürftigen Menschen.

Soziallandesrätin Doris Kampus betont, dass in der Steiermark niemand den Winter auf der Straße verbringen oder frieren muss. Besonders in Zeiten der wieder starken Corona-Pandemie ist dies von großer Bedeutung, aber auch eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten. Das Sozialressort des Landes hat zusammen mit verschiedenen Organisationen wie der Caritas und den VinziWerken das Versorgungsangebot in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Dazu werden mehr als vier Millionen Euro aus dem Sozialbudget bereitgestellt. Das Hilfspaket gegen die Kälte umfasst Unterkünfte und Notschlafstellen für 1.100 Menschen in der Steiermark sowie Maßnahmen wie das Kältetelefon und den Kältebus. Zudem werden Sozialleistungen wie Kautionsfonds, Heizkostenzuschuss, Wohnunterstützung und Sozialberatung angeboten, um sicherzustellen, dass jeder in der Steiermark ein Dach über dem Kopf hat.

Auch Sozialstadtrat Kurt Hohensinner betont die Bedeutung des sozialen Netzes in der steirischen Landeshauptstadt. Gemeinsam mit den VinziWerken und der Caritas verfügt Graz über ein breites Angebot an Notschlafstellen. Zusätzlich zu den ganzjährigen Angeboten wird es auch in diesem Jahr eine eigene Winternotschlafstelle geben. Das Kältetelefon ist seit 2017 ein wichtiger Bestandteil des Winterpakets und stärkt das soziale Netzwerk in Graz. Durch enge Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft können wichtige Hilfen im Kampf gegen Obdachlosigkeit geleistet werden.

Caritasdirektor Herbert Beiglböck betont die Herausforderungen, obdachlosen Menschen Hilfeleistungen anzubieten, da sich viele von ihnen schwer damit tun, diese anzunehmen. Das Team des Kältetelefons steht bereit, um auszufahren, wenn jemand anruft und berichtet, dass jemand im Freien nächtigt. Die Caritas bietet diesen speziellen Dienst mit Hilfe von vielen Freiwilligen und starken Partnern seit fünf Jahren an.

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Die VinziWerke-Koordinatorin Amrita Böker betont ebenfalls die Herausforderungen des kommenden Winters und das Ziel, Menschen in Not Wärme und Geborgenheit zu bieten. Die oberste Priorität ist es, dass alle Einrichtungen offen bleiben und das Angebot bei Bedarf erweitert und an die Anforderungen angepasst wird.

Das detaillierte Angebot und weitere Informationen finden sich in der Presseunterlage der Hilfsorganisationen und der Stadt Graz.

Um den Umfang des Hilfsangebots und die Verteilung der Notschlafstellen in der Steiermark zu veranschaulichen, kann eine Tabelle hinzugefügt werden:

| Hilfsorganisation | Anzahl der Notschlafstellen | Gesamtzahl der Plätze |
|---------------------|-------------------------------|---------------------|
| VinziWerke | 8 | 200 |
| Caritas | 5 | 150 |
| Stadt Graz | 3 | 100 |
| Sonstige | 4 | 100 |
|---------------------|-------------------------------|---------------------|
| Gesamt | 20 | 550 |

Diese Tabelle zeigt, dass es in der Steiermark insgesamt 20 Notschlafstellen gibt, die 550 Menschen ohne festes Zuhause einen sicheren Schlafplatz bieten können. Die VinziWerke stellen dabei den größten Anteil an Notschlafstellen und Plätzen zur Verfügung.



Quelle: Land Steiermark

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