Steiermark

Innovativer Fünf-Punkte-Plan sichert Zukunft des Heilpädagogischen Kindergartens Steingruber in Graz

Für den Heilpädagogischen Kindergarten Steingruber in Graz, der sich in einer finanziellen Notlage befindet, hat das Sozialressort nach langwierigen Verhandlungen mit dem Betreiber einen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt, um die Fortführung des Kindergartens zu sichern. Der Plan beinhaltet unter anderem Nachbedeckungen von Mehraufwendungen für die Jahre 2021 und 2022 sowie die Anpassung der Tagsätze ab 2023.

Laut Soziallandesrätin Doris Kampus ist es erfreulich, dass die Stadt Graz nun endlich reagiert und ihrer Verantwortung für die Elementarpädagogik nachkommt. Das Sozialressort habe wiederholt darauf hingewiesen, dass Maßnahmen im Bildungsbereich dringend erforderlich sind.

Zusätzlich wird das Sozialressort im Jahr 2023 eine Valorisation für alle Heilpädagogischen Kindergärten durchführen und die Tagsätze erhöhen. Auch für das Jahr 2022 werden die finanziellen Mehraufwendungen für Kinder mit Behinderung weiterhin abgedeckt. Der Mehraufwand, der in inklusiver Elementarpädagogik für Kinder mit Behinderung entsteht, fällt in den Zuständigkeitsbereich des Sozialressorts. Für Kinder ohne Behinderung sind das Bildungsressort des Landes oder die Gemeinde verantwortlich, wie in jeder anderen Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtung auch.

Der Fünf-Punkte-Plan des Sozialressorts für den Kindergarten Steingruber umfasst folgende Punkte:

https://fleischundco.at/

1. Wenn ein Mehraufwand aufgrund der Kinder mit Behinderung nachgewiesen werden kann, wird dieser rückwirkend nachbedeckt. Dies gilt auch für eine Nachbedeckung von 16.000 Euro aus dem Jahr 2021.

2. Falls auch für das Jahr 2022 eine belegbare Nachbedeckung erforderlich ist, wird diese ebenfalls geleistet.

3. Aufgrund gestiegener Kosten wird es für das Jahr 2022 eine Zwischenvalorisierung von 5,6 Prozent geben.

4. Der Tagsatz wird ab 2023 entsprechend valorisiert.

5. Wenn weitere Investitionen für Kinder mit Behinderung erforderlich sind, beteiligt sich das Sozialressort anteilig nach Anzahl der betroffenen Kinder an den Investitionskosten, nach Vorlage und Überprüfung der Unterlagen.

Zusätzlich kündigt Soziallandesrätin Kampus an, dass alle Heilpädagogischen Kindergärten evaluiert werden und auf Basis dieser Untersuchung ein neues Finanzierungskonzept entwickelt wird. Es ist klar, dass das Sozialressort seine Verantwortung für Kinder mit Behinderung ernst nimmt, betont Landesrätin Kampus.

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über die einzelnen Punkte des Fünf-Punkte-Plans:

| Punkt | Inhalt |
|-------|--------|
| 1 | Rückwirkende Nachbedeckung des Mehraufwands für Kinder mit Behinderung, auch für das Jahr 2021 |
| 2 | Nachbedeckung des belegbaren Mehraufwands für Kinder mit Behinderung im Jahr 2022 |
| 3 | Zwischenvalorisierung von 5,6 Prozent für das Jahr 2022 aufgrund gestiegener Kosten |
| 4 | Valorisation der Tagsätze ab 2023 |
| 5 | Anteilige Beteiligung des Sozialressorts an Investitionskosten für Kinder mit Behinderung, nach Vorlage und Prüfung der Unterlagen |

Abschließend wird angemerkt, dass alle Heilpädagogischen Kindergärten evaluiert werden und auf Grundlage dieser Untersuchung ein neues Finanzierungskonzept entwickelt wird. Das Sozialressort betont seine soziale Verantwortung für Kinder mit Behinderung.



Quelle: Land Steiermark

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"