Steiermark

16 Jahre Tierschutz in der Steiermark: Errungenschaften, Herausforderungen und der Weg zu einem würdevollen Leben für Tiere

Beim Festakt in der Orangerie der Grazer Burg wurde das 16-jährige Bestehen der Tierschutzombudsstelle sowie des Tierschutzgesetzes gefeiert. Der Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang und Tierschutzombudsfrau Barbara Fiala-Köck luden zu der Veranstaltung ein. Im Rahmen der Feierlichkeiten referierte Johannes Baumgartner von der Veterinärmedizinischen Universität Wien über die wichtige Rolle, die die Universität im österreichischen Tierschutz spielt. Herwig Grimm, ebenfalls von der Veterinärmedizinischen Universität Wien, untersuchte die Frage, wie viel Tierschutz Österreich verträgt.

Seit der Einrichtung der Tierschutzombudsstelle Steiermark vor 16 Jahren setzt sie sich unermüdlich für das Wohl der Tiere ein. Durch ihre Arbeit spielt sie eine unverzichtbare Rolle in der Gesellschaft und stellt den Tierschutz in den Vordergrund, wie LH-Stv. Anton Lang betonte. Barbara Fiala-Köck, die Leiterin der Tierschutzombudsstelle, zog eine positive Bilanz über die Errungenschaften der letzten 16 Jahre. Dazu gehören das Verbot von Kaufbörsen mit Wildtieren, das Verbot von Würgehalsbändern und Anbindehaltung von Pferden sowie gesetzliche Regelungen für bestimmte Eingriffe an Tieren.

In den Jahren von 2010 bis 2020 bearbeitete die Tierschutzombudsstelle insgesamt 2770 Meldungen über den Verdacht tierschutzwidriger Haltungsbedingungen. Sie war in 4693 Tierschutzverfahren involviert, verfasste 1473 Stellungnahmen und beantwortete 2872 schriftliche Anfragen. Neben ihrer eigentlichen Arbeit legt die Tierschutzombudsstelle Steiermark großen Wert auf Öffentlichkeitsarbeit. Gemeinsam mit dem Verein "Tierschutz macht Schule" arbeitet das Land Steiermark daran, Kindern und Jugendlichen Wissen und wissenschaftliche Erkenntnisse zum Tierschutz zu vermitteln.

Trotz der Fortschritte gibt es laut der Tierschutzexpertin noch viel zu tun. Beispielsweise muss die tiergerechte Haltung von Schweinen auf Vollspaltenböden erreicht werden, die Ferkelkastration ohne Betäubung sowie das routinemäßige Schwanzkupieren von Schweinen sollten vermieden werden, und auch die Tötung männlicher Legehennenküken bleibt ein Thema. Weitere Herausforderungen sind die Problematik der Qualzucht und die Bewältigung von Streunerkatzenpopulationen. Im Tierschutz ist der Weg das Ziel, betont die Tierschutzombudsstelle. Um Tieren ein würdevolles Leben zu ermöglichen, ist es wichtig, dass alle Beteiligten ihr Wissen und ihr Engagement einbringen und nach dem Grundsatz "im Zweifel für das Tier" handeln.

https://fleischundco.at/

Weitere Informationen zur Tierschutzombudsstelle Steiermark finden Sie auf ihrer Website unter www.tierschutzombudsstelle.steiermark.at.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"