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Ryanair, Europas führende Billigfluggesellschaft, plant eine aggressive Expansion und strebt für das Jahr 2025 an, über 200 Millionen Passagiere zu befördern. Etwa sieben Millionen dieser Fluggäste sollen aus Österreich kommen, was einem Anstieg von 160 Prozent seit 2019 gegenüber AUA, die nur ein Prozent zulegen konnte, entspricht. Die Fluggesellschaft hat ihr Angebot für den Sommerflugplan auf insgesamt 92 Strecken erhöht, darunter drei neue Ziele ab Linz: Bari, London und Alicante. Ryanair plant außerdem, 130.000 zusätzliche Sitzplätze an den Regionalflughäfen in Österreich anzubieten, wie Krone.at berichtete.
Pläne für die Zukunft und Herausforderungen
In den kommenden Jahren hat Ryanair große Ziele: Bis 2034 sollen 300 Millionen Passagiere jährlich mit der Airline fliegen, wie Ryanair-Chef Michael O'Leary in Wien ankündigte. Um diese ambitionierten Pläne zu realisieren, wird die Flotte von derzeit 600 auf etwa 800 Boeing-Maschinen wachsen. Der Druck auf die Ticketpreise könnte allerdings steigen; in diesem Sommer wird mit einem Anstieg der Preise um rund zehn Prozent gerechnet. O'Leary kritisierte zudem die hohen Gebühren des Flughafens Wien-Schwechat, die die Expansion im Großraum Wien einschränken. Die Ticketabgabe von 12 Euro pro Passagier könnte das Wachstum in Österreich stark bremsen, sollten die kommenden Regierungsvertreter diese nicht abschaffen, wie ebenfalls Nau.ch berichtete.
Obwohl Verwaltungsgebühren in Österreich im internationalen Vergleich hoch sind, plant Ryanair, weiterhin Regionalflughäfen auszubauen, was als einer der Hauptgründe für einen Zuwachs ab Linz angesehen wird. Andreas Gruber, der Country-Manager von Ryanair in Österreich, erklärte, dass die Erwartung eines bis 2030 um 50 Prozent gesteigerten Passagieraufkommens für die Airline realistisch sei, sofern die Luftverkehrsabgabe gestrichen wird. Ryanair behält seine stabile Preisstruktur bei, um den Wettbewerb mit anderen Fluggesellschaften zu bestehen, während der Umsatz pro Passagier weiterhin bei etwa 65 Euro bleibt.
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