Niederösterreich

Bezahlkarte für Asylwerber in Niederösterreich: Pluxee vs. BMI-Modell – Ein Wettrennen um Einschränkungen

Asylwerber in Niederösterreich: Neue Bezahlkarte sorgt für Kontroversen und Beschränkungen

Die Einführung einer Bezahlkarte für Asylwerber in Niederösterreich ab Juni sorgt für Kontroversen. Während das BMI-Modell einer „Refugee-Card“ im Juni durch Innenminister Gerhard Karner angekündigt wurde, hat der FPÖ-Asyllandesrat Christoph Luisser unabhängig davon ein eigenes Projekt gestartet. Dieses Konkurrenz-Projekt plant den Start einer Bezahlkarte für Asylwerber in Niederösterreich ab dem 1. Juni.

Die Karten des Anbieters Pluxee (ehemals Sodexo) sollen zunächst in zehn niederösterreichischen Flüchtlingsunterkünften getestet werden und werden nur in ausgewählten Geschäften und Gaststätten einlösbar sein. Die Kartenbesitzer erhalten sechs Euro täglich für Essen und Taschengeld auf die Karte geladen, während nur noch 40 Euro monatlich in bar ausgezahlt werden.

Die Restriktionen der Pluxee-Karten stoßen jedoch auf Kritik, da beispielsweise der Kauf von Alkohol und Zigaretten damit nicht möglich ist. Zudem können Asylwerber mit den Karten keine öffentlichen Verkehrsmittel bezahlen, was zu Problemen führen könnte. Kritiker wie Lukas Gahleitner-Gertz von der Asylkoordination bemängeln zudem, dass viele kleine Geschäfte die Karten nicht akzeptieren, was die Einkaufsmöglichkeiten einschränkt.

Die Entscheidung, Asylwerbern in Niederösterreich Bezahlkarten anstelle von Debitkarten auszugeben, die Bargeldbehebungen ermöglichen, wird ebenfalls angezweifelt. Experten wie Gahleitner-Gertz schlagen stattdessen vor, Bankkonten für Asylwerber zu eröffnen, um sie besser zu integrieren. In Deutschland wurden bereits ähnliche Bezahlkarten eingeführt, um Geldtransfers ins Ausland zu verhindern, jedoch gibt es keine konkreten Zahlen für Österreich bezüglich dieser Praktiken. Es bleibt abzuwarten, wie Innenminister Karner auf das Konkurrenzprojekt reagieren wird.

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