Kärnten

Investitionen in die Wasserwirtschaft: K-WWF vereinfacht Fördermöglichkeiten für Trinkwasserverbundprojekte

In der heutigen Regierungssitzung wurden zwei wichtige Punkte zum Kärntner Wasserwirtschaftsfonds (K-WWF) behandelt. Zum einen wurde der Rechnungsabschluss und Jahresbericht 2023 des K-WWF vorgelegt, zum anderen beschloss die Regierung eine Änderung der Förderungsrichtlinien. Diese Änderung betrifft insbesondere die Fördermöglichkeit von überregionalen Trinkwasserverbunden.

Der Wasserreferent Landesrat Daniel Fellner betonte während der Sitzung die Bedeutung von Investitionen in den K-WWF. Er erklärte, dass kontinuierliche Investitionen notwendig seien, um das Wasserwirtschaftssystem instandzuhalten, zu modernisieren und zu erweitern. Nur so könne eine reibungslose Funktionalität auf Dauer gewährleistet werden. Insbesondere vor dem Hintergrund von Risikofaktoren wie dem Klimawandel oder Krisen- und Katastrophenereignissen sei es wichtig, in diesem Bereich effektiv zu agieren und Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Die Änderung der Förderungsrichtlinien sieht einen nicht rückzahlbaren Beitrag auf Grundlage einer überregionalen Machbarkeitsstudie vor. Dies erleichtert Maßnahmen zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung auf überregionaler Ebene. Konkret beinhaltet die Richtlinienänderung verschiedene Aufschläge für unterschiedliche Bereiche. So wird beispielsweise für Maßnahmen zum lokalen Zusammenschluss von bisher getrennten Versorgungssystemen ein Aufschlag von 5 Prozent gewährt. Für Maßnahmen des regionalen Wasserverbundes auf Grundlage einer Regionalstudie beträgt der Aufschlag 15 Prozent. Maßnahmen des überregionalen Wasserverbundes werden mit einem nicht rückzahlbaren Beitrag in Höhe von 25 Prozent der Investitionskosten gefördert.

Laut Informationen des Amts der Kärntner Landesregierung liegen derzeit vier überregionale Machbarkeitsstudien vor, die die Voraussetzungen für diese neue Fördermöglichkeit erfüllen. Die geplanten Maßnahmen betreffen den Zentralraum Kärnten, das Untere Drautal, den Bezirk Völkermarkt und die Transportleitung zwischen dem Jaunfeld und dem Lavanttal. Mit der Umsetzung erster Maßnahmen im Unteren Drautal soll im Herbst 2024 begonnen werden. Zudem liegen bereits die Beschlüsse der Gründungsmitglieder für die Gründung des Wasserverbandes Kärnten vor, der die Maßnahmen im Zentralraum umsetzen soll.

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Abschließend berichtete Landesrat Fellner über 67 neue kommunale Bauvorhaben im Jahr 2023. Für diese Bauvorhaben wurden Zusicherungen in Höhe von knapp 5 Millionen Euro erteilt. Im gleichen Jahr wurden aus dem K-WWF Fördermittel in Höhe von 1,95 Millionen Euro für Darlehensförderungen und 26.255 Euro für Beitragsförderungen ausgezahlt. Insgesamt wurde mit diesen Förderungsmitteln ein Bauvolumen in der Siedlungswasserwirtschaft von knapp 34,3 Millionen Euro erreicht. Es wurden 21 km Kanal und 34 km Wasserleitung neu errichtet bzw. saniert, wodurch 864 Objekte an kommunale Entsorgungs- und Versorgungsanlagen angeschlossen werden konnten.

Der K-WWF steht jährlich rund 100 Millionen Euro an Bindemitteln zur Verfügung. Für die Jahre 2025 und 2026 sind zusätzlich Sondertranchen von je 50 Millionen Euro vorgesehen, und für 2024 eine Sonderzahlung von 30 Millionen Euro. Der Bedarf an Fördermitteln beläuft sich somit auf 10,1 Millionen Euro für 2024, 8,1 Millionen Euro für 2025, 7,9 Millionen Euro für 2026 sowie 5,6 Millionen Euro für 2027 und 2028.

Quelle: www.ktn.gv.at

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