Der Bürgermeister der Stadtgemeinde Ferlach, Ingo Appé, hat angekündigt, seine Funktionen als Bürgermeister und als Stadtparteivorsitzender der SPÖ Ferlach im März 2026 niederzulegen. Dieser Rücktritt erfolgt ein Jahr vor der nächsten Bürgermeister- und Gemeinderatswahl. Appé, der seit 2000 als Stadtparteivorsitzender und seit 2002 als Bürgermeister tätig ist, sieht den Zeitpunkt für einen geordneten Übergang und neue Impulse als gekommen an. Unter seiner Leitung wuchs Ferlach, eine Stadtgemeinde mit rund 8000 Einwohnern, zu einem lebenswerten und erfolgreichen Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität. Ferlach wurde als Sportstadt anerkannt und verfügt über ein starkes Vereinsleben sowie moderne Bildungs- und Betreuungseinrichtungen, wie klick-kaernten.at berichtet.

Appé, der von 2018 bis 2023 Kärnten im Bundesrat vertreten hat und im ersten Halbjahr 2019 Präsident des Österreichischen Bundesrats war, betont die Notwendigkeit eines Wechsels. Als sein Nachfolger wird Christian Gamsler, der derzeitige 1. Vizebürgermeister, vorgeschlagen. Gamsler hat über viele Jahre eine zentrale Rolle in der Kommunalpolitik gespielt und gilt als Experte für strategische Weichenstellungen und finanzielle Stabilität.

Der Übergang und die Zukunft von Ferlach

Christian Gamsler, 58 Jahre alt und Vater von drei Töchtern, wird in der Stadtparteisitzung am 24. Februar 2026 als Kandidat für den Vorsitz der SPÖ Ferlach vorgeschlagen. Bereits am 17. März 2026 soll er im Gemeinderat bis zur Wahl 2027 zum Bürgermeister gewählt werden. Gamsler plant, den bisherigen Weg mit Respekt vor dem Erreichten fortzusetzen. Unterstützt wird er von Thomas Laussegger, der als zukünftiger 1. Vizebürgermeister vorgesehen ist. Laussegger ist seit 2023 als Stadtrat für Sport sowie Hoch- und Tiefbau tätig und zudem Bezirksgeschäftsführer der SPÖ Kärnten.

Zusätzlich soll Fabian Grabner, 30 Jahre alt, den frei werdenden Stadtratsposten von Appé übernehmen. Grabner war bereits von 2021 bis 2023 Stadtrat und ist derzeit Gemeinderat. Die SPÖ Ferlach zeigt sich optimistisch mit Blick auf einen anstehenden Generationenwechsel und ist dankbar für das Erreichte, wie mein-klagenfurt.at anmerkt.

Politisches Umfeld und Wahlbeteiligung

In Ferlach ist die politische Landschaft von einer aktuellen Wahl geprägt, bei der die FPÖ mit 39,38 Prozent den ersten Platz erreicht hat. Dies bedeutet einen Anstieg um 19,68 Prozentpunkte im Vergleich zur vorangegangenen Wahl. Die SPÖ ist auf den zweiten Platz gefallen und hat 28,2 Prozent erzielt, was einem Verlust von 5,66 Prozentpunkten entspricht. Die ÖVP folgt mit 16,82 Prozent, gefolgt von NEOS mit 6,57 Prozent und den Grünen mit 4,15 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 75 Prozent, wobei insgesamt 5.515 Personen wahlberechtigt waren. Diese Ergebnisse bieten einen wichtigen Kontext für die anstehenden Veränderungen in der kommunalen Führung, wie im Kurier berichtet wird.