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In Klagenfurt stehen die Weichen für ein geplantes Hallenbad am Südring auf der Kippe. Nachdem fast fünf Millionen Euro in die Planung des Projekts investiert wurden, gab es beim letzten Sondergemeinderat besorgniserregende Neuigkeiten. Laut Stadtwerke-Chef Erwin Smole könnte der Bau um bis zu zwei Jahre verschoben werden, da die Stadt ohne Einsparungen in diesem Jahr in eine finanzielle Schieflage geraten könnte. Wie ORF Kärnten berichtete, stellt Smole klar, dass ein Stopp des Projektes gravierende Folgen hätte: "Kommt es zu einem Stopp, dann haben wir eine vollkommen neue Situation." Dies wäre das erste Mal in Österreich, dass ein Projekt kurz vor dem Bau gestoppt werden müsste, was zusätzliche Verzögerungen zur Folge hätte.
Finanzielle Unsicherheiten und Sparmaßnahmen
Finanzreferentin Constance Mochar von der SPÖ äußerte sich optimistisch: Sie glaubt, dass das Hallenbad mit strukturellen Einsparungen im Magistrat gerettet werden kann. Auch Bürgermeister Christian Scheider (Team Kärnten) steht hinter dem Projekt, sieht jedoch die Herausforderungen: "Nächstes Jahr wird es noch ärger werden. Es wird nicht angenehm werden." Auch die Notwendigkeit für ein Hallenbad wurde betont – Janos Juvan von Neos machte klar: "Man stelle sich vor, wir sagen den Tirolern, ihre Kinder können nicht Skifahren lernen." Dies zeigt den Druck auf die Stadt, das Projekt voranzutreiben und gleichzeitig die Finanzen im Griff zu behalten.
Zusätzlich könnte die Stadt Klagenfurt von den Stadtwerken eine Dividende in Millionenhöhe erwarten, wie Kleine Zeitung berichtet. Erwin Smole selbst warnt jedoch vor der Dringlichkeit, die finanziellen Mittel klug zu nutzen und Prioritäten zu setzen, um das Hallenbad im Zeitplan zu errichten. Angesichts dieser Entwicklungen wird die finanzielle Lage der Stadt entscheidend sein für den Fortgang dieses wichtigen Infrastrukturprojekts.
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