Welt-Aids-Tag: Alarmierende Rückschritte im Kampf gegen HIV!

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Der Welt-Aids-Tag 2025 verdeutlicht die Herausforderungen im Kampf gegen HIV, während die Aids Hilfe Wien vor drohenden Rückschritten warnt.

Der Welt-Aids-Tag 2025 verdeutlicht die Herausforderungen im Kampf gegen HIV, während die Aids Hilfe Wien vor drohenden Rückschritten warnt.
Der Welt-Aids-Tag 2025 verdeutlicht die Herausforderungen im Kampf gegen HIV, während die Aids Hilfe Wien vor drohenden Rückschritten warnt.

Welt-Aids-Tag: Alarmierende Rückschritte im Kampf gegen HIV!

Anlässlich des Welt-Aids-Tags am 1. Dezember mahnt die Aids Hilfe Wien eindringlich zur Vorsicht im Kampf gegen HIV. Laut einer aktuellen Warnung ist die Gefahr eines Rückschrittes im Kampf gegen Aids mobilisiert durch geopolitische Spannungen und den Rückzug internationaler Unterstützungen, insbesondere durch die USA unter Präsident Donald Trump. 5min berichtet, dass das Ziel von UNAIDS, Aids bis 2030 weltweit zu beenden, durch fehlende finanzielle Mittel ernsthaft gefährdet ist.

In Österreich sind schätzungsweise 9.000 Menschen HIV-positiv, wobei über 8-10% davon ihre Diagnose nicht kennen. Eng verbunden mit dieser Problematik ist die gesellschaftliche Stigmatisierung von HIV-positiven Personen. Diese Diskriminierung wird nicht nur durch Vorurteile in der Bevölkerung genährt, sondern auch durch politische Entscheidungen und unzureichende Finanzierung von Unterstützungsangeboten. Aids Hilfepräsidentin Mirijam Hall betont die bedeutsame Rolle von Solidarität und Aufklärung in diesem Kontext.

Globale Infektionszahlen und Herausforderungen

Im Jahr 2023 gab es weltweit 1,3 Millionen neue HIV-Infektionen. Laut Aids Stiftung leben aktuell 40,8 Millionen Menschen mit HIV, und die Anzahl der AIDS-bedingten Todesfälle wird für 2024 auf etwa 630.000 geschätzt. Der Zugang zu effektiver antiretroviraler Therapie ist von entscheidender Bedeutung, wobei etwa 31,6 Millionen Menschen Zugang dazu haben. Dennoch bleibt die weltweite Zielmarke von weniger als 370.000 Neuinfektionen bis 2025 noch unerreicht.

Die Aids Hilfe Wien sieht dringenden Handlungsbedarf, insbesondere im Hinblick auf die sexuelle Gesundheit älterer Menschen. Über die Hälfte der HIV-positiven Personen in Österreich ist über 50 Jahre alt. Zudem hat der Anstieg von anderen sexuell übertragbaren Infektionen in Österreich, wie Gonorrhö und Syphilis, die Notwendigkeit einer Verstärkung der Präventions-, Test- und Behandlungsangebote unterstrichen. Im Jahr 2023 stiegen die Fälle von Gonorrhö in der EU um 31% und Syphilis um 13%.

Zukunftsperspektiven

Ein Lichtblick ist die Eröffnung des magnus* Ambulatoriums für sexuelle Gesundheit in Wien, das ab Ende des ersten Quartals 2026 diagnostische, behandlungs- und präventionsbezogene sowie psychosoziale Unterstützungsleistungen anbieten wird. Dies könnte einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Situation für betroffene Personen darstellen. Letztlich bleibt es jedoch entscheidend, den Kampf gegen die Stigmatisierung von HIV-positiven Menschen zu verstärken, um diskriminierende Strukturen in der Gesellschaft abzubauen.

Zusammenfassend ist die Aids Hilfe Wien mehr denn je gefordert, Aufklärung und Unterstützung zu leisten, um den Herausforderungen im Kampf gegen HIV und Aids effektiv zu begegnen. NOEN berichtet ebenfalls über die kritische Situation und betont die Dringlichkeit eines solidarischen und engagierten Umgangs mit diesem wichtigen Thema.