Meinl-Reisinger in Albanien: Fortschritte auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft

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Außenministerin Meinl-Reisinger besucht Albanien, um Wirtschaftsbeziehungen und EU-Integration zu stärken. Fortschritte im Beitrittsprozess.

Außenministerin Meinl-Reisinger besucht Albanien, um Wirtschaftsbeziehungen und EU-Integration zu stärken. Fortschritte im Beitrittsprozess.
Außenministerin Meinl-Reisinger besucht Albanien, um Wirtschaftsbeziehungen und EU-Integration zu stärken. Fortschritte im Beitrittsprozess.

Meinl-Reisinger in Albanien: Fortschritte auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft

Am Dienstag, den 24. November 2025, besucht die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) Albanien. Damit unterstreicht sie die Rolle Albaniens als bedeutenden EU-Beitrittskandidaten, zusammen mit Montenegro, das derzeit als „Frontrunner“ unter den Kandidaten gilt. Während ihres Aufenthalts in Tirana wird sie mit der albanischen Amtskollegin Elisa Spiropali sowie mit Regierungschef Edi Rama zusammentreffen.

Ein zentrales Anliegen des Besuchs ist die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Albanien. Die Fortschritte Albaniens im EU-Beitrittsprozess werden von Meinl-Reisinger besonders hervorgehoben. Albanien hat in den letzten Jahren grundlegende Reformen umgesetzt, die eine Stärkung der Rechtsstaatlichkeit und der demokratischen Institutionen zum Ziel haben.

Fortschritte und Herausforderungen

In den jüngsten Fortschrittsberichten des Europäischen Auswärtigen Dienstes wird betont, dass Albanien seit der zwischenstaatlichen Konferenz im Oktober 2024 bedeutende Fortschritte gemacht hat. Fünf von sechs Kapitelclustern für den EU-Beitritt wurden bereits eröffnet, und das verbleibende Kapitel könnte noch im November 2025 eröffnet werden. Diese Erfolge spiegeln sich in der hohen Unterstützung der Bevölkerung wider: 91 Prozent der Albaner befürworten die EU-Mitgliedschaft.

Die EU-Kommissarin für Erweiterung, Marta Kos, betont, dass der Abschluss des Integrationsprozesses bis 2027 erreichbar ist, wenngleich noch Herausforderungen bestehen. Die Frage nach den Seegrenzen mit Griechenland sei mittlerweile geklärt, was die Gespräche über den Beitritt weiter erleichtern sollte.

EU-Beitrittsprozess im Überblick

Albanien hat seit 2003 die Perspektive eines EU-Beitritts, die auf verschiedenen Gipfeltreffen der EU-Westbalkan-Staaten bekräftigt wurde, zuletzt im Dezember 2024 in Brüssel. Die erste Beitrittskonferenz fand am 19. Juli 2022 statt, was den offiziellen Startschuss für die Beitrittsverhandlungen markierte. Albanien hat sich seit den frühen 1990er Jahren schrittweise der EU angenähert, beginnend mit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Juni 1991 und dem Inkrafttreten eines Handels- und Kooperationsabkommens im Jahr 1992.

Ein wichtiger Meilenstein war die Unterzeichnung des Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommens (SAA) im Jahr 2006, das 2009 in Kraft trat. Der Antrag auf EU-Beitritt wurde im April 2009 gestellt, und 2014 erhielt Albanien den Status eines Beitrittskandidaten. Die EU hat dem Land seitdem Unterstützung durch das Instrument für Heranführungshilfe (IPA) gewährt, welche sich im Finanzrahmen 2021-2027 auf bis zu 9 Milliarden Euro beläuft.

Österreich gehört zu den größten Investoren Albaniens mit einem Investitionsvolumen von 896 Millionen Euro. Dies unterstreicht das anhaltende Engagement Österreichs für die Reformbestrebungen und die europäische Integration Albaniens, die entscheidend für die Stabilität und den Wohlstand in der Region sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Albanien auf einem vielversprechenden Weg zur EU-Mitgliedschaft ist. Die Fortschritte der letzten Jahre sind ermutigend, jedoch bleibt es wichtig, die begonnenen Reformen kontinuierlich voranzutreiben, um den Beitrittsprozess erfolgreich zu gestalten. Wie RTSH und das Auswärtige Amt berichten, ist das Ziel eines möglichen Kapitelabschlusses bis 2027 durchaus erreichbar.

Für weitere Informationen über den Besuch von Meinl-Reisinger in Albanien und den Stand des EU-Beitrittsprozesses, verweisen wir auf Vienna.at.