
In einem erschütternden Vorfall in Neulengbach, Niederösterreich, hat ein Jäger versehentlich ein Pony erschossen, das er fälschlicherweise für ein Wildschwein hielt. Dies geschah in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, während der Mann auf der Jagd nach Schwarzwild war und mit einer Wärmebildkamera nach Tieren Ausschau hielt. Der tödliche Schuss fiel, als das Pony auf einer Wiese graste. Leider kam für das Tier jede Hilfe zu spät; es musste nach dem Vorfall eingeschläfert werden, wie 5min.at berichtete.
Der Jäger, der seinen Irrtum unmittelbar nach dem Vorfall erkannte, nahm Kontakt zur Besitzerin des Ponys auf. Die Polizei verhängte ein vorläufiges Waffenverbot gegen ihn und erstatte Anzeige. Zudem wurde der Fall an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, die nun klären muss, ob ein strafrechtlicher Tatbestand vorliegt. Solche tragischen Verwechslungen sind nicht allein ein Einzelfall; Stern.de berichtet, dass ähnlichen Vorfälle in der Vergangenheit zu rechtlichen Konsequenzen für die verantwortlichen Jäger führten, die etwa im Fall in Thüringen oder in Baden-Württemberg, wo ein Jäger ebenfalls auf ein Pony geschossen hatte, verfolgt wurden.
Ein gefährlicher Irrtum mit Folgen
Die Vorfälle werfen ein kritisches Licht auf die Jagdpraxis und die notwendige Sorgfalt, die Jäger walten lassen müssen. Ein Gericht hatte bereits entschieden, dass ein Jäger, der nicht in der Lage ist, sein Ziel richtig zu identifizieren, als waffenrechtlich unzuverlässig gilt. Klare Regeln besagen, dass ein Jäger das Wild genau bestimmen muss, bevor er einen Schuss abgibt. Angesichts der Tragik des Vorfalls in Neulengbach ist zu erwarten, dass die Öffentlichkeit und die Behörden verstärkt auf solche Vorfälle achten werden, um ähnliche Tragödien in der Zukunft zu vermeiden.
Ort des Geschehens
Details zur Meldung